Balztanz in der Berliner BVG!

Dass ein Fensterplatz in der wohlig-warmen, klimatisierten städtischen Straßenbahn auch Unheilvolles hervorbringen kann, bewies heute morgen die M8 auf dem Weg zur Uni. Es war dem entspannten - naja eher verschlafenen - Gefühl und den Annäherungsversuchen meinerseits mit der Tram-Innenwand geschuldet, dass ich derart einen Korb bekam, dass man es trotz nur kurz andauernder Liaison mit punktuellem Dauer-Schmerz sehr gut beschreiben kann.

Was war passiert?
Eigentlich genau das was ich gerade poetisch amateurhaft beschrieben habe. Weniger abstrakt formuliert, war es ein nackter Unterschenkel, der es wagte, auf Tuchfühlung mit der wadenhohen Heizung zu gehen. Reichlich unvorsichtig holte ich mir einen ziemlich andauernden Brandstreifen weg, der sich (ohne allzu viel zu übertreiben) in seiner Zündung wie ein Elektroschock anfühlte und nun im herrlich hautfarben-roten Ton meine Wade ziert.

PS: Der im Titel genannte Balztanz bestand übrigens darin, mein linkes Knie beim Schockerlebnis empor zu heben und unbeeindruckt umherzuschauen, ob jemand was gemerkt hatte.

- So und nicht anders heute erlebt, um 07:40 Uhr