Schlechteste Silvester-Party aller Zeiten! / Größter Fehlstart in's Jahr 2010!
Ich feierte im Universal-Gebäude Silvester an der Spree ("Mediaspree") und zahlte knapp 50 EUR Eintritt pro Person. Dafür bekam man Softdrinks und Longdrinks - keine Cocktails. Was man nicht bekam bzw. völlig in die Hose ging, erzähle ich im Folgenden.
Erste BaustelleDie Tickets mussten vorher gekauft werden - es wurden circa 2.500 verkauft. Es gab zwei Eingänge, bei dem man ab 22 Uhr reinkam. Reinkommen war aber nur schnell (unter 30min) durch Vordrängeln möglich; das ist ja normal so weit. Warum dauert es aber so lange, dass man die Tickets entgegennimmt und die Massen reinlässt. Es ging nicht mehr um den Verkauf von Tickets, dennoch wurde auf wichtig getan.Zweite BaustelleWeiterhin schaffte man es nicht, in ordentlicher Zeit, seine Jacke abzugeben. Ergebnis: 45 Minuten warten, dann erfahren, dass die Garderobe geschlossen ist und man sich eine andere Stelle suchen muss. Die andere Stelle ist aber ebenfalls hoffnunglos überladen. Ein Gespräch mit dem Veranstalter offenbarte eine Lösung in zehn bis 15 Minuten. Es war jetzt bereits halb Zwölf - 30 minutes to go und meine Jacke hatte ich nach einer Stunde noch immer in der Hand. Auch dass man sich durch enge Klo-Türen quetschen musste, um überhaupt an die Garderobe zu gelangen, war und ist unzumutbar! Failure! In den 50 EUR war der Garderobenpfand von 1 EUR übrigens nicht enthalten.Dritte BaustelleDer Veranstalter entscheidet darüber, was man zum Jahreswechsel trinkt?! WAT??? GEHT'S NOCH? Genauso hatte ich es sich zugetragen als wir kurz vor Mitternacht noch ein paar Becher und einer kompletten Sektflasche überbeholfen bekamen. Die Jacke war kurz zuvor - dank frei gewordener Ressourcen - untergebracht. Und ja: Longdrink-Bestellungen wurden abgeschmettert - keine Chance. Kunde war nicht König! Später erklärte mir der Veranstalter, es sei so gewollt, weil alle mit Sekt anstoßen würden! Bähh!!!Vierte Baustelle
Die Tresenkräfte waren hoffnungslos überfordert. Teilweise aggressiv gingen sie mit den mittlerweile auch wild gewordenen Gästen um. Mit einem Hang zur Arroganz wurde man für die Becherrückgabe ignoriert. Pfui! Auch der Becherpfand von einem Euro war - wie bei der Garderobe - nicht enthalten. Das ist doch Schikane. Darüberhinaus musste man durchschnittlich 30 bis 45 Minuten warten, um überhaupt ranzukommen.
Fünfte Baustelle
Fortbewegen fand ich mindestens so erschwerlich wie die Warterei an der Bar. Insofern verstand ich auch nicht warum sich die wichtig-tuerische Security bemühte, die Glastür als Durchgang zuzulassen. Es war eine Qual!
Alles Baustelle
Die ganze Party war eine Baustelle - das hat man bisher hoffentlich herausgehört. Für 50 EUR hatte ich 5 Drinks genommen, ganz viel Frust aufgebaut, Becher gesammelt und völlig entnervt den Jahreswechsel - trotz schöner Kulisse - an der Warschauer Brücke erlebt. Das Tanzen verweigerte ich, nur Galgenhumor war die einzige Aufheiterung.
Egal, wie sich diese Party im nächsten Jahr nennt. Ganz gewiss werde ich diese Location meiden. Denn immerhin ist es bereits das zweite Mal, dass diese Party floppt. Die Veranstalter hatten nur die Zahlen im Kopf - purer Kommerz, den man der Veranstaltung sichtlich anmerkte. Ob die besagten "75%" wirklich zufrieden waren, wage ich zu bezweifeln.
Ach ja: Die Musik war ganz gut. Doch das fiel bei all dem Jammer kaum in's Gewicht!
- Nächstes Jahr wieder selbst organisiert, bitte!
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