Media Markt gegen das Internet!

Auf den Berliner Straßen sehe ich dieser Tage verstärkt diesen Werbespruch von Media Markt:

Liebes Internet:

Wenn du unsere Preise schon kopierst, kopier' die 14.496 Mitarbeiter gleich mit.

Weil mir das irgendwie nicht gefiel und ich als ehemaliger Mitarbeiter dieser Firma auch einen gewissen Einblick habe, fiel mir diese leicht umschmückte Variante ein:

Lieber Lieblingsanlaufpunkt des Konsumenten:

Wenn du schon dauerhaft preiswerter bist als unsere teuren Points of Sale, schaff' doch gleich ein paar tausend Arbeitsplätze mehr für unsere stetig geringer werdende Anzahl an Mitarbeitern.

Dann müssen wir nicht mehr ums Überleben kämpfen, unsere 14.496...ehm...14.495 Mitarbeiter kündigen und unser schlechtes Timing im Online-Sales-Bereich ausbaden.

- Dein Media Markt hat Schiss und wendet sich deswegen pseudooffensiv an dich!

Zu spät gebellt?

Mediales Marketing trifft die Masse

Mediengerechte mediale Produktion macht manch einem medienaffinen Medienmacher mächtig monströse Mammutgedanken, ob das, was man medial rezipiert ansprechend appealing attraktiv angenommen wird. Kurz, knackig, knapp kann ein solch kontemplatives Konstrukt daherkommen - wie es ankommt, entscheidet der kundige Konsument. Ob hippe Sprachverdenglischungen diesem Ziel behilflich sind, steht im Raum…

Hintergrund: Wenn sich Marketingmenschen mit (deutsch-englischen) Sprachverästelungen selbst ein Bein stellen.

Diese These erscheint in der regelmäßig befüllten Kategorie "7/8" (Seven Eight). 7/8 hinterfragt das Offensichtliche und Verborgene. Es ist eine Aktion gegen die zunehmende Oberflächlichkeit! 7/8 lehnt sich begrifflich an Hemingways sieben Achtel des Eisbergs.