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Weil die Gesellschaft ein Genitallängenvergleichsproblem hat

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass es nur eine Frage des Zugangs zu Informationsquellen ist, die ausmacht, wie man sich im Leben entwickelt. Wenn Menschen lernen würden, sich gegenseitig öfter (ausgiebiger, intensiver) anzuregen und Wissen zu teilen, würde es weniger Experten geben. Experten sind in diesem Zusammenhang all diejenigen, denen es gelingt, Klüfte zu schaffen und damit Arm-Reich- oder "Schlau-Dumm"-Gefälle zu begünstigen, ja sogar herbeizurufen (zu provozieren) und zu beschwören.

All den Menschen sei gesagt: Leckt mich am Arsch! *R.i.P*

Diese These erscheint in der regelmäßig befüllten Kategorie "7/8" (Seven Eight). 7/8 hinterfragt das Offensichtliche und Verborgene. Es ist eine Aktion gegen die zunehmende Oberflächlichkeit! 7/8 lehnt sich begrifflich an Hemingways sieben Achtel des Eisbergs.

Bemerkenswertes Web! Heute: Tom Schimana

Aufmerksam geworden durch eine Impuls-Suche bei Google nach "twitter mac osx" bin ich auf die Webseiten von Tom Schimana. Neben seinem Twitter-Client bietet der gute Herr einen Linux Einsteigerkurs und eine redundanzfreie Software-Sammlung von Mac & iPhone Software, die er selbst auf Ihren Nutzen und Zweck testet.

Die Sammlung gibt Inspirationen für Mac-Neulinge und bestätigt meiner Meinung nach gut, welche Software sinnvoll ist. Dabei kann ich mit etwa zweieinhalb Jahren OSX-Erfahrung aufwarten - was genügen sollte, um so etwas beurteilen zu können. Nichtsdestotrotz fand ich noch einige Spezialanwendungen, so z.B. Explicit oder Copernicus. Ersteres splittet Videodatien, letzteres assistiert bei Screenshots und -casts.

Interessant ist vor allem die Liste "Switched" für Umsteiger von Windows. Ich bin mir sicher, dass ich sie vor vielen Monaten mindestens einmal beim Wickel hatte. Immerhin bezeichnet der gute Tom sie als "Standardwerk", die jeder kennen sollte.

Doch alle guten Dinge sind drei. So ist's dann auch mit der Rubrik "Stressfreie Produktivität", die als dritter Zacken der Krone in bislang fünf Teilen Anregungen zum stressbefreiten Alltag gibt. Besonders das Notieren von Gedanken, die mir persönlich vor dem Schlafen sehr häufig kommen und mich nicht schlafen lassen, ist ein gutes Beispiel zum Befreien und Entlasten des Hirns, das Tom bereits im ersten Teil beschreibt. Spannend ist dann auch der Abschnitt "Mein persönliches System zur Verwaltung meiner Aufgaben", bei dem er beschreibt welche Tools er nutzt on- und offline nutzt (i.e. iPhone, Toodledo, Moleskine).

Der erste Eindruck bescheinigt mir, dass hier praxisnahe Ausführungen ihren Weg in den wirklich lesenswerten Blog finden. Beinahe merkt man nicht, dass es sich bei den großen Rubriken nur um besonders hervorgehobene Sammlungen von Blogartikeln handelt. Doch die Erkenntnis schmälert den Eindruck der Webseite in keiner Weise!

Optisch macht die Seite eine gute Figur. Schwarz-Weiß-Kontraste sind dominant. Akzentuiert wird das Farbspiel mit Orange, das auch als Highlight-Farbe fungiert. Beeindruckend - wenn auch wahrscheinlich nur temporär - ist auch die scheinbar schwebende und dominante "Relaunch-Grafik", die man auch im Artikeleingang betrachten konnte.

Fazit: Wer Tom und seine Seite nicht kennt, sollte dies nachholen. So viel Praktisches (auch für den Alltag) findet man sonst nur bei Lifehacker oder Konsorten.

Tom heißt mit bürgerlichem Namen Thomas Schimana und ist wie er selbst sagt "seit vielen Jahren in der IT Branche tätig". Er interessiert sich "vor allem für IT-Management, Kommunikation und Selbstmanagement". Er ist über Facebook, Twitter, Flickr oder E-Mail zahlreich kontaktierbar.

Mathe muss man portionieren

Nachdem ich erst vor zwei Wochen darüber las, dass Mathe wirklich brutal schlecht bei den Schülern gestellt ist, ging mir Folgendes durch den Kopf.

Schon eine ganze Weile überlege ich in meinem Hinterstübchen, eine Web-Applikation aufzubauen, die sich konkreten Mathe-Algorithmen o.ä. annimmt. Dabei können beliebige (sinnvolle) Werte eingegeben werden, die sofort die Lösung darstellen. So weit ist das recht unspektakulär.

Innovativ ist meiner Meinung nach der Ansatz, dass man sich portionsweise den Rechenweg anschaut. Auf dem obersten Level ist der Rechenweg straight-forward und eher "sophisticated". Wenn drunter stehende Levels erforderlich sind, versuchen sie auf Teilaspekte in der Rechnung näher einzugehen.

Ein Beispiel: Die Logarithmusberechnung (im Sinne der Umkehrung der Exponentialfunktion)

Frage

Was ist der Logarithmus von 8 zur Basis 2? Anders gefragt: Welches x für x = logba erfüllt die Gleichung?

Antworten

Level 1: Lösung ist 3.

Level 2: Lösung ist 3. Denn 8 = 23.

Level 3: Lösung ist 3. Denn 8 = 23. Allgemein schreibt man auch a = bx. Wenn man nun nach b auflöst, so ist die Lösung die x-te Wurzel aus a.

Level 4: Lösung ist 3. Denn 8 = 23. Allgemein schreibt man auch a = bx. Wenn man nun nach b auflöst, so ist die Lösung die x-te Wurzel aus a. x ist 3 und a ist 8, gesucht ist b und damit die dritte Wurzel aus 8.

8^(1/3)

Die Meta-Suchmaschine Wolfram Alpha löst diese Aufgabe durch Eingabe von "third root of 8".

Level 5: Lösung ist 3. Denn 8 = 23. Falls man Allgemein schreibt man auch a = bx, wobei man schaut wie oft man b multiplizieren muss, um auf a zu kommen.

Da meine mathematischen Fähigkeiten eher unteridrisch als brilliant sind, würde ich mir zur Umsetzung dieser Anwendung wohl einen Mathe-Experten zu Rate ziehen. Nein, keinen Professor, sondern so einen wie von www.oberprima.com.