As my shot is far bigger than 400 x 300 pixels and as I'm just a prospect in the Dribbble community and therefore not able to rebound Rogies latest shot »Project: Love Kristina« I'd like to participate with a simple blog post including a drawing - in order to raise awareness about this terrible story!
What is Project: Love Kristina all about?
I'll let Rogie speak for himself:
I'd like to start a rebound contest to raise awareness of my sister, Kristina's need. Her story is simple:
Last night her house burned down with no fire insurance. She's married with 4 daughters, 1 son and she is 9 months pregnant. They lost everything except a computer and a few photos. Read more of her story here.
Good Luck for your sister's family & Best Success for your contest!
Am Samstag hatte ich die Gelegenheit, mich im ehemaligen Stadtbad und jetzigen Stattbad Wedding ("STATTMEDIA") umzuschauen. Zu elektronischer Musik und visuellen Laserinstallationen hatte man die Möglichkeit, die ehemalige Schwimmhalle in einer Art U-Boot-Flair zu begutachten. Am meisten Spaß bereitet hatten mir die fünf ausgelegten Musik-Pads zum Draufrummusizieren.
Nachdem im ersten Artikel dieser Reihe die theoretischen Grundlagen in Form von zeitgemäßen Definitionen gebildet wurden, soll nun betrachtet werden, wie die Bauhaus-Studenten ausgebildet wurden und inwiefern daraus ein praktischer Lehrplan für heutige Webdesigner im Social Media erstellt werden kann.
Hinweis: Der Wechsel aus theoretischen und praktischen Artikeln soll für die weiteren Veröffentlichungen dieser Reihe beibehalten werden.
Bauhaus kurz erklärt
Bevor auf das Bauhaus-Programm eingegangen wird, soll als Nachtrag zum ersten Artikel dieses Video der ARTE-Sendung »Karambolage« vom 23.01.2011 angeführt werden. Es erzählt sehr kurzweilig die Geschichte vom Bauhaus.
Das Bauhaus-Programm
Grundsätzlich war das Studium in drei Abschnitte aufgeteilt:
Zum Vergleich, Bachelor-Studiengänge sind heutzutage gegliedert in:
Im »antiakademischen« Bauhaus-Studium wurden die Professoren »Formmeister« (Künstler) genannt. Ihnen stand jeweils ein »Werkmeister« (Handwerker), der die Grundlagen des Handwerks beherrschte, zur Seite. Die Studenten wurden »Gesellen« genannt.
Charakteristika
(ergänzend zur Bauhaus-Definition des ersten Artikels)
Vorlehre
Im ersten halben Jahr wurde der Umgang mit Materialien, Farben, Formen, Kompositionen und die entsprechenden Eigenschaften beigebracht. Johannes Itten, als Entwickler dieses Kurses, stellte dabei das Erkennen und Gestalten von Kontrasten in Bezug zu Formen und Materialien in den Fokus.
Nachdem Itten ausschied, übernahm Moholy-Nagy den theoretischen Teil der Vorlehre, Albers die praktisch orientierte Arbeit. Moholy-Nagy betonte in seiner Arbeit immer auch den intuitiven Teil bei der Gestaltungsarbeit - dieser Aspekt wurde als Eigenschaft von Design bereits im ersten Artikel genannt.
Werklehre
Josef Albers und Moholy-Nagy zeigten sich verantwortlich für die Werkarbeit, in der direkt in den Werkstätten mit Holz, Stein, Ton, Glas, Farbe, Gewebe (Stoff) und Metall gearbeitet wurde.
Aufgrund der ganz eigenen pädagogischen Ausrichtung des Bauhaus war es den Studenten überlassen, selbst Lösungsansätze zu suchen, zu finden und auch zu erfinden. Ziel - besonders Albers - war es, dass sie selbst ihre Neigung und Eignung finden.
Zu den damaligen Werkstätten zählten:
Baulehre
In der Baulehre stand der tatsächliche architektonische Bau im Fokus. Wie im Manifest von 1919 (Walter Gropius) verlautbart, sei das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit der Bau. Es verwundert dabei nicht, dass das Bauhaus nur von Architekten geführt wurde: Walter Gropius, Hannes Meyer, Ludwig Mies van der Rohe.
Unter der Leitung von Gropius wurden zunächst Bauprojekte in dessen Büro realisiert. Ab 1927 etablierte Hannes Meyer eine eigene Bauabteilung zur dedizierten Architektenausbildung, dessen Grundlage die Bedürfnisse der Nutzer bildeten. Unter Ludwig Mies van der Rohe wurden ab 1930 zunehmend die ästhetischen Aspekte in den Fokus gesetzt.
Da alle drei in ihrer leitenden Position unterschiedliche Auffassungen vom Bau hatten, war die Ausbildung heterogen strukturiert und individuell durch den jeweiligen Meister geprägt.
Auch wenn laut Gropius Kunst allein »nicht lehrbar« sei, so war es eben die Mischung aus handwerklicher und künstlerischer Betrachtung, die die Lehre prägte. Das Handwerk konnte sehr wohl erlernt werden. Nur wer diese solide Handwerksausbildung genoss, konnte auch ein Künstler sein. Gropius verstand Letzteren als »Steigerung des Handwerkers«.
Weitere Disziplinen
Neben der Baukunst waren die Malerei, Grafik, Plastik, Bühnenabteilung und Fotografie zwar nicht elementare, aber nennenswerte Einflüsse für das Bauhaus.
Fotografie
Vor allem Lucia Moholy (Frau von Moholy-Nagy) ist zu verdanken, dass die Fotografie im späteren Bauhaus eine gewichtigere Rolle einnahm. Sie dokumentierte die Werkstattprodukte, Architektur und Innenräume, sowie Lehrer und Studierende.
Unter Hannes Meyers wurde 1929 schließlich eine eigene Fotografie-Klasse in Dessau etabliert, woraus sich eine lebendige Fotografie-Szene entwickelte.
Das Bauhaus-Programm für Webdesigner
Im Folgenden soll auf dem Bauhaus-Programm aufsetzend ein Curriculum erstellt werden, was in die heutige Zeit passt und für angehende Webdesigner ausgerichtet ist.
Wenn möglich wurde sich bei der Namenswahl der Kurse an den Begriffen der Webindustrie orientiert, um einen praktischen Bezug darzustellen. Wie auch der erste und alle folgenden Artikel versteht sich diese Reihe als etwas, was laut gedacht wird. Insofern lade ich die Leser dieser Reihe herzlich ein, strittige oder unklare Punkte anzusprechen und ggf. zu korrigieren bzw. zu differenzieren.
Die Gliederung des Studiums in drei Abschnitte macht auch hierbei Sinn - dazu kommen zwei weitere Abschnitte, die vergleichbar mit dem heutigen Master-Programm sind.
Sie sollen in diesem Kontext folgendermaßen heißen:
Es handelt sich hierbei um »Arbeitsbegriffe«, die nach späterer Betrachtung geändert werden können. Sie klingen bewusst nicht fachspezifisch.
Inspiriert wurde die Kursauswahl von den Studiengängen »Internationale Medieninformatik« (HTW Berlin), »Kommunikationsdesign« (HTW Berlin) »Interface Design« (FH Potsdam), sowie den »Elements of User Experience« von Jesse James Garrett und der Wikipedia.
Grundlagen (1. und 2. Semester)
In der Grundlagenlehre soll ein allgemeines Verständnis für den künftigen Arbeitsplatz des Webdesigners generiert werden. Die Kurse werden im Wechsel von frontalem Input der »Meister« und anschließenden Diskussionen der »Web-Gesellen« in Gruppen untereinander geführt. Jeder Gruppe steht dabei ein Meister zur Verfügung. Aus der Diskussion hält er sich aber weitgehend zurück; er fungiert nur als Impulsgeber.
Zu jedem Kurs wird einschlägige Literatur im digitalen Format (.PDF, .EPUB, .MOBI) angeboten. Dabei wird jedem Gesellen wahlweise ein Amazon Kindle oder ein Apple iPad zur Verfügung gestellt.
Die Kurse lauten:
Kurs »Webentwicklung I«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Farbe und Form«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Fläche und Struktur«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Körper«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Medientheoretisches und technisches Verständnis von Internet und Web«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Vom Speicher zum Verteiler (Amazon)
Kurs »Designtheorie«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
The Design of Everyday Things (Amazon)
Kurs »Kunst-, Kultur- und Designgeschichte«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Soziale und technische Netzwerke«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Design Business«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur:
Kurs »Digitale Datenbanken«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Datenbanken (Amazon)
Kurs »Handwerkliche Gestaltung«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Digitale Gestaltung«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Interdisziplinäre Semesterprojekte I«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Freies Gestalten I«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »1. Fremdsprache«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Elemente (3. und 4. Semester)
Im zweiten Abschnitt soll die recht breit ausgelegte Marschroute des ersten Abschnitts fortgeführt werden. Neben der anspruchsvolleren Realisierung eines webbasierten Projekts werden Inspirationen aus angrenzenden Disziplinen hinzugezogen. Der interdisziplinäre Anspruch des Studiums soll damit noch klarer werden.
Die Kurse lauten:
Kurs »Webentwicklung II«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Designkonzeption«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Designtechnologie«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Industrial Design«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Raum- und Ausstellungsdesign«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Grafikdesign«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Typografie«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Illustration«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Corporate Identity (CI)«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Multimedia«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Fotografie«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Architektur«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Interdisziplinäre Semesterprojekte II«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Freies Gestalten II«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »2. Fremdsprache«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Anwendungen (5. und 6. Semester)
Nachdem mögliche Einflüsse und Elemente für das Webdesign aus dem letzten Abschnitt bekannt sind, soll nun Kraft und Zeit direkt in die Erschaffung einer User Experience gesteckt werden. Dabei wird sich intensiv mit den Disziplinen des UX-Design auseinandergesetzt.
Die Kurse lauten:
Kurs »Webentwicklung III«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Ruby on Rails: Tutorials, News, Bücher, Links, Events (Webseite)
Praxiswissen Ruby On Rails (OpenBook, PDF)
Die Programmiersprache Ruby (Webseite)
Django (Webseite)
The Django Book (Webseite)
Dive Into Python (Webseite)
The Python Tutorial (Webseite)
Python Miro Community (Webseite)
Manifesto for Agile Software Development (Webseite)
Agile Softwareentwicklung (Wikipedia)
Getting Real: The Smarter, Faster, Easier Way to Build a Successful Web Application (Amazon)
Scrum - Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen (Amazon)
Kurs »User-Centered Design (UCD)«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »User-Experience (UX)«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Human Computer Interaction (HCI)«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Interaction Design (IxD)«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Information Architecture (IA)«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Information Design«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Interface Design (ID)«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Navigation Design«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Freies Gestalten III«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Interdisziplinäre Semesterprojekte III«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »3. Fremdsprache«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »1. Abschlussarbeit zum Web-Meister«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Spezialisierung (7. und 8. Semester)
Es wird thematisch spezieller und interessanter. Es geht darum, die zuvor gewonnenen Erkenntnisse nun in komplexen Kontexten zur Anwendung zu bringen. Dabei stehen Trends, innovative Herangehensweisen und Aspekte der Nachhaltigkeit im Vordergrund.
Die Kurse lauten:
Kurs »Webentwicklung IV«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Trends & Innovationen«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Semantic Web«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Data Mining«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Designmanagement«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Umweltdesign«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Interdisziplinäre Semesterprojekte IV«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Freies Gestalten IV«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Vertiefung einer Fremdsprache I«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Meister (9. und 10. Semester)
Es bedeutet einiges sich Meister im Bereich des Webdesign nennen zu dürfen. Insofern soll in den abschließenden zwei Semester vor allem globales Denken, weltweite Zusammenarbeit und Barrierefreiheit im Vordergrund stehen.
Ein »Web-Meister« beweist detektivischen Spürsinn und soziales Feingefühl. Er weiß wovon er spricht und kann dies auch mehrsprachig im Projekt-Kontext kommunizieren. Vor allem die interdisziplinären Semesterprojekte dieses Abschnitts erfordern intensive Zusammenarbeit - wesentlich betonter als den Semestern zuvor.
In der 2. Abschlussarbeit wird in einer Fremdsprache gezeigt, wie lösungsorientiert gearbeitet wird und ob eine Lösung im Kontext der jeweiligen Fragestellung möglicherweise überhaupt Not tut. Es wird das reflektierte Verhalten und die Schlussfolgerungskompetenz betrachtet. Unter Einhaltung wissenschaftlicher Paradigmen wird ein Abschlusswerk entstehen, das stets dem Anspruch gerecht werden muss, qualitativ seines Gleichen zu suchen.
Die Kurse lauten:
Kurs »Interdisziplinäre Semesterprojekte V«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Freies Gestalten V«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »Vertiefung einer Fremdsprache II«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Kurs »2. Abschlussarbeit zum Web-Meister«
Inhalt
Ziele / Lernergebnisse
Literatur
Fazit
Es gestaltet sich als recht komplexe Arbeit, einen Lehrplan zu gestalten. Obige Version stellt einen Versuch dar, das abzudecken, was heutzutage einen Webdesigner auszeichnet. Vor allem der interdisziplinäre Anspruch soll verstanden werden, sowie das Zusammenspiel von Technik und Design.
Ausblick
Das Bauhaus sollte nun inhaltlich verstanden und erfasst worden sein. Deshalb soll es im nächsten Artikel um eine Denkweise gehen, die im Bauhaus typisch war: die schöpferische Kraft des einen besonderen Künstlers.
Dass dies teilweise nicht mehr zeitgemäß ist, soll das ganzheitliche Modell des »Design Thinking« beweisen. Das individuelle Expertentum wird der kollektiven Macht der Masse gegenübergestellt. Darüber hinaus wird versucht zu eruieren, inwiefern Offline-Prozesse (wie das Bauhaus) durch Social Media (Design) bereichert werden können.
Quellen
I just came across a nice visualisation of Dan Saffer's »Disciplines of User Experience« which I accidently found on the German Wikipedia article on »Interaction Design« made by the Munich-based studio »envis precisely«.
Saffer's original is this pretty and more puristic one:
In fact, the altered and more detailed version by envis precisely helped me quite good to get what Interaction Design comprises.
PS: »envis precisely« sounds like »Elvis Presley« to me. ;)