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Aufgabe als Mittel zum Erfolg

Mir fällt öfter auf, dass ich eine Aufgabe erst dann gelöst bekomme, wenn ich sie bereits aufgegeben habe. Es scheint mir, dass sich Körper und Geist beim Aufgeben dermaßen entspannen und Problemlösungsreserven entsprechend freisetzen. Cool! :)

Nicht Muss, sondern Mach!

Als damalige Übung in der HTW Winteruni, ein Wort aus dem Leben zu verbannen, kam ich darauf, Muss durch Mach zu ersetzen.

Wenn ich mir nun überlege, wie oft ich Sachen machen muss, ist das Streichen des Wortes aus dem persönlichen Vokabular nicht nur großer, sondern auch wichtiger Schritt. Durch das Weglassen geht man an jede Muss-Arbeit anders ran - entschiedener, bejahender. Man tut sie einfach, ohne eine negative Muss-Konnotations-Gabel mitschwingen zu lassen.

Potenziell kann das schon ein ganzes Leben ändern, bilde ich mir ein! Statt etwas gezwungen machen zu müssen, drückt man es mit einem freiwilligen Mach so aus. Man sollte sich nur klar machen, wie oft das Muss Einzug in die Alltagssprache gefunden hat. Kein gutes Zeichen, wie ich finde!

Subtrahiert man nun alle Muss-Aktivitäten, sollte das Leben automatisch lebenswerter erscheinen. Ganz so einfach scheint es nicht zu sein, denn manche Verpflichtungen haben (!) zu sein.

- Überlegungen aus der Kiste, welche auch immer.

Re-Today - Life In Photographs, inspired by Jonathan Harris

My VISUAL MIXTAPE 2011 @Flickr

From today (Easter monday 2011) on, the upper set will be filled with one new photograph each night (CET) - for one year, 365 days.

The motivation

As Jonathan Harris also states this is to appreciate the little moments in life more intensively. You can see this project as a visual mixtape for pictures.

Credits as credit is due

This is Jonathan's project which mine originated from. I initially found »Today« via German Karrierebibel.

Dekadenz: Die Flucht in's Verderben [ausführlich]

http://www.flickr.com/photos/duvy_galvis_mcgirr/4267466341/

Wenn ich mir heutzutage anschaue, wie die Menschen ihr Leben führen und es mit denen der Urzeit vergleiche, fällt mir besonders auf, dass Letztere vor allem "greifbarer" zu Werke gingen. Sie nahmen Dinge in die Hand, feilten, spitzten, jagten, erlegten, rannten und kamen erschöpft nach Hause. Der körperliche Schwerpunkt des damaligen Lebens ist nicht von der Hand zu weisen, genauso wenig wie der zentrale Kampf um‘s Überleben.

Der Mensch von heute ist nicht hundertprozentig das Gegenteil, aber einige Exemplare (mich eingeschlossen) kommen sehr nah ran. Für nahezu alle Beschäftigungen benutzen wir Werkzeuge, die in der heutigen Informations- und Wissenstransfergesellschaft vor allem aus abstrakten Dingen wie Computernetzwerken, Daten und binären Einheiten bestehen. Existentielle Nöte kennt man heute nur, wenn man einen Ausschluss aus der Gesellschaft befürchten muss.

Im Studium der Medieninformatik höre ich quasi permanent von Abstraktionsschichten ("Layern"), die Hardware und Software abstrahieren. Es wird dann auch so abstrakt, dass ich mir mein Gehirn nur noch abstrakt vorstelle und schließlich mein ganzer Körper zu einem müden Abstraktum mutiert. In meinem Praktikum in Neuseeland hatte ich glücklicherweise die Möglichkeit auch mal Reißaus zu nehmen und mich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen: Reisen und überleben.

In einem planlosen 3-Tages-Trip auf Great Barrier Island kam ich vor einer mitten im Baumdickicht befindlichen Holzhütte dazu, die Axt zu schwingen, um Holz zu hacken. Es war mein erstes Mal und es fühlte sich gut an. Überhaupt war ich viel "physischer" drauf - der permanente Backpack auf dem Rücken war dabei schon mein mit mir verwachsener ständiger Wegbegleiter. Richtig ungefährlich war der Trip nicht. Nachts hörten wir bei unserem Freihimmel-Schlafen bedrohliche Tiergeräusche, die mich ernsthaft aufschreien ließen. Tagsüber hielt der Aufstieg zum circa 620 Meter hohen Mount Hobson teils reichlich glitschige Etappen bereit, die mit Handgepäck noch um Einiges "interessanter" wurden. Später war der Weg hinab mit sehr schmalen (und noch immer nassen) Pfaden dann fast noch lustiger - Arschbomben auf hartem Boden mitsamt eigener Körperbeschleunigung - wegen des Gefälles - sind eben mindestens eine Erfahrung wert.

Was ich sagen will: "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen", ist nicht nur ein schönes Märchen der Gebrüder Grimm, sondern passt auch zu dem, was manche Menschen dem Protagonisten gleichtun sollten. Die (intrinsische) Ur-Erfahrung, so würde ich sie bezeichnen, ist die, bei der man auf sich alleine gestellt ist und sich selbst unmittelbar erlebt. Menschen aus den mitteleuropäischen Kreisen & Co. neigen aber dazu, nur im abgesicherten Raum Ihre Erfahrungen zu machen - z.B. mit einem einschlägigen Führer.

Es wird nicht mehr anerkannt, inwiefern man über sich selbst hinauswächst, sondern was man sich kommerziell zu Eigen machen oder temporär gebrauchen kann. Aus einem direktem "Fressen und gefressen werden" von Angesicht zu Angesicht wird ein feiges, verweichlichtes "Erwerben und erworben werden", das nur nach außen hin Glanz und Gloria ausstrahlt, im Inneren aber mindestens so widerlich anzuschauen ist wie ein halb verspeister Tierkadaver der Urzeit.

Statt Dingen auf den Grund zu gehen, wird fein drübergeschminkt - Fassade ist die neue Façon. Fake ist die neue Währung. Je mehr du davon hast, umso höher ist dein Ansehen in der Gesellschaft und dein Marktwert - so sieht der heutige Kampf um Existenz und Überleben aus.

Empfehlenswert, wenn auch schwer verdaulich, ist C. G. Jungs "Archetypen" (Amazon).

Dekadenz: Die Flucht in's Verderben [kurz]

Wenn ich mir heutzutage anschaue, wie Menschen ihr Leben führen und es vergleiche zu den Menschen der Urzeit, fällt mir besonders auf, dass Letztere vor allem "greifbarer" zu Werke gingen. Sie nahmen Dinge in die Hand, feilten, spitzten, jagten, erlegten, rannten und kamen erschöpft nach Hause. Der körperliche Schwerpunkt des damaligen Lebens ist nicht von der Hand zu weisen, genauso wenig wie der zentrale Kampf um‘s Überleben.

Der Mensch von heute ist nicht hundertprozentig das Gegenteil, aber einige Exemplare kommen sehr nah ran. Für nahezu alle Beschäftigungen benutzen wir Werkzeuge, die vor allem in der heutigen Informations- bzw. Wissenstransfergesellschaft aus abstrakten Dingen wie Computernetzwerken, Software und binären Einheiten bestehen. Existentielle Nöte kennt man heute nur, wenn man einen Ausschluss aus der Gesellschaft befürchten muss - der "Abstieg" in Hartz IV ist wohl solch ein Grund dafür.

Was heute als Gefahr, Not, Angst oder Bedürfnis empfunden wird, ist jedoch fern von der Vorstellungen des Neandertalers und dessen Vorfahren. Statt sich darüber zu freuen, dass man am Leben ist und dieses in mitteleuropäischen Kreisen ziemlich unbeschwert genießen kann, wird ein Kraftwerk des Kommerzes in Gang gebracht, das um ein Vielfaches mehr den "Glückslevel" steigern will. Was damals das darwinistische "Fressen und Gefressen werden" war, ist heute das käufliche Erwerben und Erworben werden.

Statt Dinge zu tun, um über sich selbst hinauszuwachsen, geht es oftmals um einen hohen Rang in der Gesellschaft (Prestige bzw. Medienpräsenz) und/oder Geld. Beides ist Gift für die Gesellschaft. Gleichzeitig stellen sie aber auch die wohl wichtigsten Antriebsfedern von Menschen heutiger Zeit dar. "Außen hui, innen pfui" klingt so banal, ist aber wohl die kürzeste Umschreibung der modernen Sozialstruktur.

Grund vielen Übels ist überzogenes Ich-Tum und Selbstüberschätzung gepaart mit verräterischer Idealzerstörung. Betroffene Menschen mit diesen Symptomen sollten sich merken: "Du bist nicht so wichtig." *

* Vater, Sohn und Männlichkeit, Richard Rohr, 2001 (Innsbruck)

Die Kuhmelk-Metapher zum Frühstück

Wenn nicht diese eindeutige Metapher, um Milch für seinen Kaffee oder Tee zu bekommen, was meinte Donald Norman dann mit dem sogenannten »mental model« in seinem »The Design of everyday things«?

Kaminholz spalten: Ausgleich zum Medien- und Informatiker-Alltag

Weil mich immer mal wieder das Gefühl heimsucht, dass die abstrakte Arbeit eines Medieninformatikers sich allzu gerne von handwerklichen "realen" Sachen entfernt, möchte ich einmal festhalten, dass das Kaminholzschlagen ein guter Ausgleich sein könnte. Zuletzt und zuerst hatte ich damit vor einer Hütte im Wald vom Great Barrier Island (NZ) Erfahrung gemacht.

Wenn noch jemand andere handwerkliche Vorschläge hat, die Hand und Körper intensiver nutzen als zum Tippen und Sitzen, sei der/diejenige gebeten, einen Kommentar zu hinterlassen.

Ein Morgen zum Festhalten

Der Morgen kann richtig scheiße sein, ich meine so derbe gähnend, ermüdend und nüchtern. Dass das nicht sein muss, erfuhr ich heute durch die Sportfreunde Stiller in ihrem sehr schönen Muntermacher "Lass Mich Nie Mehr Los" (MTV Unplugged).


Sportfreunde Stiller -- Lass mich nie mehr los (Un… - MyVideo

Textlich zwar nicht so gut wie die musikalische / instrumentelle Performance, dennoch sehr nice! :)

And I'm feeling...bad / Antithesis to Michael Buble

As a matter of fact I'm not feeling good those days. This is why I've created (actually long before now!) this simple but expressive piece of cut paper. I would call it the UNOFFICIAL BAD SIGN aka The Sign for Being / Feeling / Looking / Smelling Bad.

Explanation: If you can't guess the sign's meaning, it shows a mouth puking something. The special thing is that it's made out of a single piece of square paper out of those typical piles. It was actually dedicated for a bad flyer being glued on my room's wall - that's where the arrow titled "BAD" comes into play.

For the ones feeling anti-bad listen to Michael Buble.

Ab ins Bad! - Liebeserklärung ans Stille Örtchen

Das Badezimmer ist ein Ort der Ruhe, Stille, Kreativität und Besinnung. Ein Ort, an dem Ideen aus mir herausstoßen wie ein Vulkan.

Das Badezimmer ist heilig. Was das Beten in der Kirche ist, ist das Sitzen, Stehen, Liegen im Bad.

Das Badezimmer ist intim. Es ist der kleinste Raum. Ich sitze dort und setze mich mit mir selbst auseinander – mir bleibt nichts anderes übrig.

Das Badezimmer ist rein, weil alles glänzt. Das Badezimmer ist pur, weil alles weiß ist.

Das Bad ist der Gegenpol zum hektischen Alltag. Wirren Menschen hilft es, sich zu fokussieren.

Es ist dort, wo man Dreck los wird - Körper und Geist reinigt.

Es ist ein Ort, an dem man zurückgeht, um verloren geglaubte Ideen und Gedanken zurückzugewinnen.

Ein Ort des Nicht-Rationalen, des Quietscheentschen-und-mit-Schaumspielen-Kindseins, ein Raum der Erholung, Genesung und des Genusses, ein Raum, um den TV-Spot von Davidoff Cool Water nachzuspielen, ein Raum zum Spaß haben.

Das Badezimmer ist ein Ort der Gefühle, des Dramas, des Bluts, der reproduzierbaren Fotographie und des Films.

Ohne das Bad wäre ich schon regelmäßig verrückt geworden und hätte nicht dieses eine VideoFoto und diese drei A4-Seiten am Stück über eine Videoinszenierung kreiert.

Was für Manche die körperliche Massage ist, ist für mich das geistige Durchkneten im Badezimmer.

Danke liebes Badezimmer!

(Und hätte ich als Frau diesen Text geschrieben, wäre ich mit der Liebesklärung übermorgen noch nicht fertig geworden ^^)

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Dieser Text (außer dem Klammertext) entstand im Kurs "Erfolgreich texten - Botschaften vermitteln, Ziele erreichen" als Übung des kreativen Schreibens über einen Ort.